Nach Abitur und Wehrdienst bei den Fallschirmjägern versuchte sich Helmut Dietl, der am 22. Juni 1944 in Bad Wiessee geboren wurde, mit einem Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Schon schnell merkte er, dass das nichts für ihn ist und kehrte der Uni den Rücken, um lieber als Aufnahmeleiter und Regie-Assistent an den Münchner Kammerspielen zu arbeiten. Nebenher drehte er Werbefilme, schrieb Skripts und übernahm seine ersten Regie-Arbeiten.
Schon 1975 entstanden die allseits beliebten "Münchner Geschichten" und 1978/79 "Der ganz normale Wahnsinn". Zusammen mit dem Produzenten Jürgen Dohme und dem Schriftsteller und Drehbuchautoren Patrick Süskind, mit dem ihn eine enge Freundschaft verbindet, schuf er in den 80er Jahren zwei Kult-TV-Serien über die Münchner Schickeria: "Monaco Franze - der ewige Stenz" und den Sechsteiler „Kir Royal“, der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.
Der große Durchbruch kam 1992 mit dem Kinofilm "Schtonk!". Die Satire über die Blamage des Stern und die falschen Hitler-Tagebücher war ein Glanzlicht seiner Karriere. Die Insider-Beschreibung der Münchner Filmmacher-Szene in "Rossini - oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" (1996) entwickelte sich gleichfalls zum Publikumserfolg. Seinen dritten Kino-Spielfilm "Late Show" (1998) besetzte er publikumswirksam mit Harald Schmidt und Thomas Gottschalk in den Hauptrollen.
In "Vom Suchen und Finden der Liebe" (2004) verarbeitet er seine neunjährige Beziehung zu Schauspielerin Veronika Ferres. Mit seiner dritten Ehefrau Tamara Duve und der gemeinsamen Tochter lebt er in München.










